Biografie (Deutsch)

Bejun Mehta

„Bejun Mehta ist auf der heutigen Opernszene wohl der ideale Orpheus, ein Künstler, der die Technik und die Stimmfarben seines Countertenors perfekt ausstellt, der den mythischen Sänger des Liebesschmerzes in all seinem Gefühlschaos vollendet verkörpert. Nicht nur im vokalen Prunkstück der Oper, der weltberühmten Verlust-Klage “Che farò senza Euridice”, bietet Mehta, ohne je die strenge melodisch-rhythmische Kontrolle aufzugeben, den tief empfundenen Affekt.“ –Wolfgang Schreiber,Im Krematorium”, in: Süddeutsche Zeitung, 21.03.2016

Bejun Mehta, „derzeit wohl das Nonplusultra unter den Countertenören“ (FAZ), ist regelmäßiger Gast an allen führenden Opern- und Konzerthäusern der Welt, darunter das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra Nationale de Paris, La Scala in Mailand, die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die Bayerische Staatsoper, das Théâtre Royal de La Monnaie, die Nederlandse Opera, das Gran Teatre del Liceu Barcelona, das Teatro Real Madrid, das Opernhaus Zürich, die Metropolitan Opera, die Chicago Lyric Opera, die Los Angeles Opera oder das Theater an der Wien sowie die Festivals in Salzburg, Glyndebourne oder Aix-en-Provence und die Wiener Festwochen.

Konzerte mit den weltweit führenden Orchestern sowie Soloabende führten Bejun Mehta an die bedeutendsten Konzerthäuser der Welt, wo er seine preisgekrönten CD-Programme genauso wie sein von Barock bis zu zeitgenössischer Musik reichendes Repertoire präsentiert. Er ist regelmäßiger Gast in Amsterdams Concertgebouw, der Carnegie und Zankel Hall in New York, dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel, dem Palau des Arts in Valencia, dem Teatro de la Zarzuela in Madrid, der Cité de la Musique Paris, dem Prinzregententheater in München, dem Berliner Konzerthaus, dem Rudolfinum in Prag und den Festivals in Edinburgh, San Sebastian, Verbier, Schleswig-Holstein und den BBC Proms in London.

In der Spielzeit 2017/18 wird Bejun Mehta als Tamerlano (Tamerlano) am Teatro alla Scala Milano und als Oberon in A Midsummernight’s Dream am Theater an der Wien auftreten. Weitere Opernengagements umfassen die Rolle des Stephan in einer Wiederaufnahme von Toshio Hosokawa’s Stilles Meer an der Hamburgischen Staatsoper – eine Rolle, die extra für Bejun Mehta komponiert wurde – sowie eine Wiederaufnahme von Gluck’s Orfeo ed Euridice an der Staatsoper unter den Linden in Berlin. Im Konzertsaal ist er mit der Staatskapelle Berlin unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta in Rossinis Petite Messe Solenelle und George Benjamin’s Dream of the Song – ebenfalls extra für ihn komponiert – zu erleben. Darüber hinaus singt und dirigiert er ein Konzertprogramm mit dem Titel The Stars and the Planets mit der Philharmonie Dresden und ist mit einem Bach Programm an der Seite des Gürzenich Orchester Köln zu hören.

Zu den Höhepunkten vergangener Spielzeiten zählen eine Neuproduktion und DVD von Händels Rodelinda am Teatro Real Madrid (Bertarido), Farnace (Mitridate) am Royal Opera House Covent Garden, Hamor in Jephtha an der Nationale Opera & Ballet in Amsterdam, die Interpretation des Angel 1/Boy in George Benjamin’s gefeierter Oper Written on Skin (in Aix-en-Provence, an der Netherlandse Opera und am Royal Opera House Covent Garden) sowie die Uraufführung von George Benjamin’s Dream of the Song mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter der musikalischen Leitung des Komponisten, gefolgt von Erstaufführungen des Werks in Frankreich mit dem Orchestre de Paris sowie Nordamerika (Boston/Carnegie Hall). Darüber hinaus war Bejun Mehta kürzlich Artist-in-Residence der Dresdner Philharmonie, wo er seine künstlerische Vielseitigkeit mit vier verschiedenen Programmen sowohl als Sänger als auch als Dirigent unter Beweis stellte. Großen Erfolg feierte auch sein Soloprogramm CANTATA (zusammen mit der Akademie für Alte Musik) in ganz Europa mit Konzerten in Zürich, London, Salzburg, Madrid, Barcelona, Oviedo und Katowice.

Bejun Mehta hat eine vielfältige Diskografie: Sein neuerstes Album, CANTATA, wird im März 2018 bei Pentatone veröffentlicht. Seine letzte Solo-CD, eine Sammlung klassischer Arien mit dem Titel Che puro Ciel (Akademie für Alte Musik Berlin/Jacobs/Harmonia Mundi), wurde mit dem Diamant d´Opera Magazine und dem Choc de Classica ausgezeichnet und war auf der Shortlist für den Grammophone Award 2014 in der Kategorie Rezital.  Seine CD Down by the Salley Gardens mit englischen Liedern wurde 2011 veröffentlicht (mit Julius Drake/Harmonia Mundi). Seine Bestseller Aufnahme mit Händel Arien, Ombra Cara (Freiburger Barockorchester/Jacobs/Harmonia Mundi), wurde mit dem Echo Klassik 2014 in der Kategorie „Operneinspielung des Jahres“ ausgezeichnet.  George Benjamins Dream of the Song mit dem Royal Concertgebouw Orchestra und George Benjamin am Pult wurde 2017 bei Nimbus veröffentlicht. 2014 brachte die Deutsche Grammophon/Archiv eine Studio-Gesamtaufnahme von Orlando mit Bejun Mehta in der Titelpartie heraus (B’Rock/Jacobs), die auf der Shortlist des Preises der Deutsche Schallplattenkritik stand. Ebenfalls 2014 erschien bei Arthaus Musik eine Fimversion von Glucks Orfeo ed Euridice – gedreht auf Schloss Český Krumlov – in der Bejun Orfeo verkörperte und gleichzeitig künstlerischer Berater der Produktion war. Bejun Mehta hat auf Pablo Heras-Casados Debüt Aufnahme bei der Deutsche Grammophon/Archiv Maestro Farinelli (2014) einen Cameoauftritt und singt zwei von Farinellis bekanntesten Arien. Außerdem sind auf CD und DVD erhältlich: Stilles Meer (Unitel 2017), Agrippina (BBC Music Magazine’s 2012 Opera Award und Grammy nominiert als beste Operneinspielung des Jahres) und Belshazzar (beide Harmonia Mundi), Theodora (C-Major Entertainment/Unitel, auf der Shortlist für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik), Mitridate (Decca), Messiah (Unitel), Brittens A Midsummer Night’s Dream (Glyndebourne Label) und Rodelinda (Belvedere/#10144/DVD/2011 Theater an der Wien/Concentus Musicus Wien/Harnoncourt).

Darüber hinaus wurden zahlreiche Fernsehportäts über Bejun Mehta u.a. auf Arte, ARD, ORF 2, TW-1 und CBS-TV gesendet. Er wurde für den Laurence Olivier Award nominiert (ROH Orlando 2007) und ist Preisträger des Traetta Preises 2015. Bejun Mehta hat darüber hinaus einen Abschluss in deutscher Literatur der Universität Yale.

Last update: August 17, 2017

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