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Wenn Engel singen können: Bejun Mehta als Bertarido.” –Opernwelt

“Bejun Mehta hat die Partie des Bertarido bereits 2011 gesungen, am Theater an der Wien, wo Vater und Sohn Harnoncourt das Werk interpretierten. Seine lyrisch getönte Stimme hat seither noch an Valeurs hinzugewonnen, ist sanfter, inniger, runder geworden, man denkt an die sagenhafte Engelsstimme eines Senesino. Nicht leicht, unter den Preziosen (abgesehen vom eingangs erwähnten Duett) die schönste herauszufiltern.

Vielleicht ist es das tief anrührende E-Dur-Largo im wiegenden, von punktierten Sechzehnteln eingeleiteten Dreiachtelakt, das Rodelindas h-Moll Threnodie vorausgeht, über g-moll und F-Dur hinweg schreitet es zurück: «Dove sei, amato bene», singt Bertarido da, nur zwei Meter entfernt von jener Frau, der sein Leben, seine Liebe gehört, vor einer in die Fassade eingemeißelten Grabinschrift, die seinen Tod betrauert, und befragt die Nacht, wo die ferne Geliebte sei: «Dove sei, amato bene?» Wieder hält die Welt inne. Und zeigt das ganze Ausmaß jener Schönheit, die wohl nur der Schmerz gebiert.”–OpernWelt

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